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Uta Blume
Die Quote derjenigen SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf die in einer Förderschule lernen – und eben nicht in der Regelschule - ist in Sachsen-Anhalt außerordentlich hoch. Damit werden nach meiner Meinung die Bildungsangebote für diese Kinder erheblich eingeschränkt. Wie steht die LINKE dazu?

Die LINKE teilt Ihre Meinung, dass eine Überweisung an eine Förderschule häufig mit eingeschränkten Bildungschancen verbunden ist. Das richtet sich keinesfalls gegen die engagierte Arbeit der übergroßen Mehrheit der Lehrkräfte und weiteren pädagogischen Fachkräfte an Förderschulen, die wir sehr schätzen.
Die LINKE tritt dafür ein, schrittweise die Voraussetzungen zu schaffen, dass Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf an Grundschulen, Sekundarschulen, Gesamtschulen und Gymnasien gemeinsam mit ihren Alterskameradinnen und Alterskameraden ohne sonderpädagogischen Förderbedarf unterrichtet werden können und so die Chance haben, jeden Schulabschluss zu erreichen. Das setzt allerdings voraus, dass an diesen Regelschulen, differenzierte und individuelle Förderung möglich ist und Lehrerinnen und Lehrer entsprechend qualifiziert werden. Die Förderzentren - das sind Netzwerke von Förder- und Regelschulen - sind aus unserer Sicht ein Grundlage dafür, dass für diese Aufgabe die Kompetenz der sonderpädagogisch ausgebildeten Fachkräfte aus den Förderschulen, die Erfahrungen dieser Schulen zum Tragen kommen können. Sie sind dafür unverzichtbar.
Wir wollen diese Entwicklung mit den Grundschulen beginnen, wo nach unserer Meinung die günstigsten Voraussetzungen für die Integration aller Schülerinnen und Schüler mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf bestehen und weiter ausgebaut werden können. Zuerst in der Primarstufe soll künftig keine Überweisung an Förderschulen mehr vorgenommen werden. Davon soll nur in besonders zu begründenden Ausnahmefällen schwerster mehrfacher Behinderungen abgewichen werden können.