Informationen aus dem und um den Bildungskonvent von Sachsen-Anhalt



Interessante Termine

Am 7.März 2009, ab 10.00 Uhr hatte die Landtagsfraktion gemeinsam mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung zur bildungspolitischen Konferenz in das Gebäude des Landtages eingeladen. Im Zentrum der Diskussion soll die Frage stehen, wie es gelingen kann, schulische Förderung vielfältiger im Innern zu gestalten, welche Möglichkeiten und Grenzen individualisierte Bildungsangebote haben. Eine Reihe namhafter WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen werden ihre Erkenntnisse und Erfahrungen einbringen. Beide bildungspolitische SprecherInnen der Fraktion werden den Standpunkt der LINKEN in Sachsen-Anhalt erörtern. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Mehr finden Sie hier.

„Wir machen Konvent. Zwischen alten Gräben und neuen Ufern
Die Friedrich-Ebert-Stiftung und die GEW Sachsen-Anhalt laden am 28.März 2009 zu einem gemeinsamen Workshop nach Halle ein. Mit dabei sind beide ModeratorInnen des Konvents, Stephan Dorgerloh (Lutherstadt Wittenberg) und Prof. Dr. Adolf Spottka (Bernburg). Schwerpunkte der Arbeit in den Workshops sind: Die neue Strukturdebatte – Unverzichtbar, wichtig oder überflüssig? Fördern und Fordern: Was ist notwendig, um diesen Grundsatz im Schulalltag mit Leben zu erfüllen? Die Eigenverantwortliche Schule entwickeln.

Was lief im Bildungskonvent

16.03.2009, Jutta Fiedler: strong> Lehrer prauchen wier nich. Weil wihr sinnt selpst schohn kluk
So ähnlich steht es auf einer Scherzkarte. So ähnlich liest man manches - leider nicht als Scherz - auch in Schulheften.
Lehrer sind - nach denen, für die sie da sind - die wichtigsten Leute in der Schule. Lehrerbildung ist ein wichtiges Element für Qualitätsentwicklung in den Schulen. Studien haben ergeben, dass der Einfluss von Lehrern auf erfolgreiches Lernen durch nichts anderes übertroffen wird.
Der Bildungskonvent stritt am 16. März 2009 deshalb nicht um die Bedeutung von Aus-, Fort- und Weiterbildung der Lehrer überhaupt, sondern um deren konkrete Ausgestaltung. >>>

16.02.2009, Birke Bull: Professor Matthias von Saldern, Erziehungswissenschaftler von der Uni in Lüneburg, plädierte in der Arbeitsgruppe „Schulstruktur“ für ein hohes Maß an Flexibilität im Schulsystem. Längeres gemeinsames Lernen sei eine längst überfällige Frage. Interessanter wären stattdessen Diskussionen, die sich mit der Frage des WIE beschäftigen: Wie arbeitet eine Schule für alle im INNERN. Damit stellt sich die Frage nach der Binnendifferenzierung. Wie kann es gelingen, mit Heterogenität lernproduktiv umzugehen?

16.01.2009, Birke Bull: Die AG „Schulstruktur“ hatte sich zunächst verständigt, externen Sachverstand zu hören. Einerseits war ein Plädoyer für das gegliederte Schulsystem gewünscht, andererseits eines für längeres gemeinsames Lernen. Prof. Fritz-Dietrich Neumann übernahm den Part für das gegliederte Schulsystem und löste erwartungsgemäß eine kontroverse und emotional aufgeladene Diskussion aus. Interessant war darüber hinaus der Vortrag von Prof. Wenzel, Martin-Luther-Universität, der sich zu den Befunden der Durchlässsigkeit des Schulsystems in Sachsen-Anhalt äußerte.

16.01.2009, Birke Bull: Die AG „Verbesserung der Bildungschancen“ beriet zur Zukunft der LehrerInnen-Ausbildung in Sachsen-Anhalt. Die bereits beschlossenen Empfehlungen erwarten einen Paradigmenwechsel in der Unterrichtsarbeit, hin zu mehr Individualisierung. Der Umgang mit Heterogenität ist eine Herausforderung für LehrerInnen. Insbesondere die Ergebnisse des Berichtes zur externen Schulevaluation sorgten für Zündstoff.
>>> Neue LehrerInnen braucht das Land?

12.01.2009, Jutta Fiedler: Am 12. Januar 2009 war Professor Hartmut Wenzel zu Gast in der Arbeitsgruppe "Schulstruktur" des Bildungskonvents und referierte zum Thema: "Wie durchlässig und anschlussfähig sind Schulformen und Bildungsgänge in Sachsen-Anhalt?"
Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Mit Zustimmung von Prof. Wenzel wollen wir sie Ihnen nicht vorenthalten. >>>

24.11. 2008, Jutta Fiedler: Die AG Schulstruktur hat ihre Arbeit aufgenommen. Kaum ein Thema wird so emotional aufgeladen diskutiert, wie die Frage nach der Zukunft der Schulstruktur. Eine schwierige inhaltliche Diskussion also, und geradezu eine diplomatische Herausforderung. Um die Sache geht's! >>>

09.09. 2008, Jutta Fiedler: Am 8. September 2009 hat der Bildungskonvent - nach 1 Jahr Arbeit – einen weiteren Komplex von Empfehlungen verabschiedet: Zur Zukunft des gemeinsamen Unterrichts von SchülerInnen mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf, zur Schulsozialarbeit, zur Zukunft der pädagogischen MitarbeiterInnen, zum Ausbau des Ganztagschulangebotes und einiges mehr. Weitere Schritte zur Modernisierung des Bildungssystems >>>

21.08.2008: Die Arbeitsgruppe Schulentwicklung befasste sich mit dem Konzept der schülerzahlbezogenen Lehrstundenzuweisung. Ein Modell, was in Thüringen recht erfolgreich war. Vor allem deshalb, weil es die Eigenverantwortlichkeit von Schulen und ihr flexibles pädagogisches Handeln stärkt. Wollen wir eigenverantwortliche oder obrigkeitsgesteuerte Schulen? >>>

20.08.2008, Birke Bull: Die Arbeitsgruppe „Verbesserung der Bildungschancen“ nähert sich dem Finale. Es geht um die Zukunft der schulischen Integration von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Wo liegen nun die Konfliktlinien zwischen den Mitgliedern der Arbeitsgruppe? Welches sind die zentralen Spannungsfelder und Kontroversen? >>>

05.05.2008, Jutta Fiedler: Passgenau zum internationalen Protesttag der Menschen mit Behinderungen diskutieren die Mitglieder der AG „Verbesserung der Bildungschancen" über die derzeitigen Chancen von SchülerInnen mit Behinderungen gemeinsam mit ihren AltersgefährtInnen zu lernen. Das Konzept der Förderzentren in Sachsen-Anhalt, die ersten Entwicklungsergebnisse und die Forderungen nach ihrer künftigen Ausgestaltung waren Thema. Neues aus dem Bildungskonvent >>>

10.03.2008: Der Bildungskonvent hat am 10.03.2008 bei vier Enthaltungen sich für Empfehlungen im Bereich der „Frühkindlichen Bildung und Erziehung“ ausgesprochen. Darin ist unter anderem die Rückkehr zum Ganztagsanspruch – eine stetige Forderung der LINKEN – enthalten. Die CDU-Abgeordnete, Frau Feußner, fragt innerhalb einer kleinen Anfrage die Landesregierung nach den Kosten und finanziellen Auswirkungen dieses Beschlusses. Die Antwort finden Sie hier

08.10.2007: Die Arbeitsgruppen des Bildungskonvents haben sich – zumindest räumlich und personell gefunden. Dennoch erweist sich die Arbeit in einem solchen Gremium – einschließlich seiner Arbeitsgruppen als ein schwieriges und kompliziertes Unterfangen. Erfahrungen mit dieser Art von Meinungsfindung hat niemand – auch nicht die ModeratorInnen. Ein lernendes Projekt also, was noch viel Spannung verspricht. >>>

11.07.2007: DIE LINKE hatte angekündigt, sich konstruktiv in die Arbeit des Bildungskonvents einzubringen. Darüber hinaus ist uns an einer breiten gesellschaftlichen und vor allem transparenten Debatte gelegen. Ab sofort unterstützen wir das mit einem eigenen Internetangebot. >>>
Achtung: Die Adresse hat sich zwischenzeitlich verändert: www.bildungskonvent-dielinke.de

09.07.2007: Der Bildungskonvent beginnt zu arbeiten. Ein kompliziertes Projekt, was der Landtag dort – ausgestattet mit einer Geschäftsordnung und einem Einsetzungsbeschluss – auf den Weg gebracht hat. Ein lernendes System: die Beteiligten müssen im wahrsten Sinne des Wortes zueinander finden. Die Moderatoren müssen einen Weg ebnen, um konstruktiv arbeiten zu können. >>>

15.12.2006: „Wer nun mal nicht weiter weiß, der gründet einen Arbeitskreis.“ Die Skepsis der LINKEN war nicht unerheblich, gegenüber dem Projekt Bildungkonvent. Immerhin ist er das Ergebnis von Koalitionsverhandlungen, die zugleich die Veränderung von Schulstruktur ausschließen. Was man nicht verhindern kann, das sollte man nutzen. Also stimmten wir zu und werden uns künftig konstruktiv einbringen.
Landtagsrede Matthias Höhn >>>

01.12.2006: Der Konvent kann die große Chance bieten, die in Deutschland weit bverbreitetet Angst vor längerem gemeinsamen Lernen zu überwinden. Darin liegt auch für moderne linke Bildungspolitikt eine Chance, die wir nutzen werden. Pressemitteilung: Die Linkspartei.PDS: Bildungskonvent als Chance begreifen und nutzen >>>